Trainer auf Abwegen – 6 Wochen auf dem Rad durch Kolumbien

Hier ein kleiner Reisebericht unseres Trainers Armin, der sich momentan einen Traum erf├╝llt und ein halbes Jahr ‚Sabbatical‘ in S├╝damerika macht:

„Nach sechs Wochen werde ich Kolumbien in Richtung Ecuador verlassen. Hinter mir liegen 1.500 km und gef├╝hlt eben so viele H├Âhenkilometer durch die Anden. Die Reise f├╝hrte von Bogot├í ├╝ber Manizales, Pereira, Ibagu├ę, Neiva, Popayan, Pasto nach Ipiales.

Getroffen habe ich viele nette und vor allem sportbegeisterte Menschen. Fu├čball ist wie ├╝berall der Sport Nr. 1. Aber dann kommt der Radrennsport. Gibt es doch hier mehr als genug lange und hohe Aufstiege.
So z.B. den nach eigenen Angaben l├Ąngsten Aufstieg der Welt zum Alto de Letras (80km, 3.800 H├Âhennmeter). Die besten brauchen daf├╝r 6 Std. Ich habe geringf├╝gig mehr gebraucht :-).  Und ├╝berall trifft man Radrennfahrer, die auch mich auf meinen Reiserad anfeuern, wenn ich den Berg hoch krieche.

Dass Sport hier eine gro├če Rolle spielt sieht man auch daran, dass es in jedem Dorf, und sei es noch so klein, eine (meist) ├╝berdachte Sportanlage gibt. Diese bietet ein kleines Fu├čball- und Basketballfeld,
sowie eine kleine Trib├╝ne.

Basketball ist Mannschaftssport Nr. 2 und wenn es mal kein Feld im Dorf gibt, so behilft man sich mit dem was man hat. Aus einigen Stangen wird ein Tor genagelt, Furchen dienen als Linien und mitten in den Bergen
fand ich ein Volleyballfeld bestehend aus Baum, selbstgekn├╝pftem Netz und Bambus als Linien.

Durch Zufall habe ich ein Volleyballspiel gesehen. Gespielt wurde mitten auf dem Dorfplatz vor der Kirche auf Beton. Dieses Spiel war dann auch ein Event und hatte sehr viele ZuschauerInnen. Wenn also die Rheinhalle zusammen f├Ąllt, spielen wir auf dem Marktplatz die Saison zu Ende.“

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